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Artacts ist ein avantgardistisches Jazz- und Improvisationsfestival in St. Johann, das internationale Klangkünstler:innen, experimentelle Sounds und kreative Grenzgänge feiert.

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Idyllic Noise

Idyllic Noise ist ein kleines Schallplatten-Label in St. Johann in Tirol, das avantgardistische Vinyl-Releases mit Fokus auf Jazz, Free Jazz, experimentelle Klänge und internationale Künstler:innen herausbringt.

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Musik Kultur St. Johann (MUKU) ist ein seit 1992 bestehender Kulturverein in Tirol, der mit Konzerten, Kino, Kinderkultur, Festivals und Theater-Events die Kulturlandschaft in der Region belebt.

Georg Graewe & Sonic Fiction Orchestra

Georg Graewes Sonic Fiction Orchestra setzt sich entschieden zwischen alle Stühle. In der Mitte steht ein Streichtrio, das unterstützt von Kontrabass und Harfe immer wieder eine nachdenkliche Wiener Schule-Atmosphäre etabliert: Kurze Auf- und Abschwünge, Pausen, man fühlt Luft von anderen Planeten. Bisweilen tritt die Harfe hervor und erhält Raum für ein impressionistisches Solo. Bevor sich der Zuhörer aber zu sehr einrichtet, rauen Elektronik und E-Gitarre den geschlossenen Klangkosmos auf und öffnen das Feld für die Attacke der Klarinette, bevor das Schlagzeug loslegt und einen wilden Impro-Sturm entfesselt.

 

Dabei sind komponierte und spontane Partien so klug miteinander verschränkt, dass aller improvisatorischer Furor, den die Band durchaus an den Tag legt, stets eingehegt bleibt in eine Struktur. Formteile mit fein ausgehörten Harmonien, seien sie spontan oder notiert, entstehen, wechseln in vielen Kombinationen ab. Dennoch bleibt ihr Gestus dringlich und es entsteht zu keiner Zeit der Eindruck der Beliebigkeit. Klangästhetik der Instrumentierung, die Mischung aus konzipierten Formteilen und kontrolliertem Powerplay verleihen diesem Orchester ein absolutes Alleinstellungsmerkmal. So ein Crossover kann nur funktionieren, wenn sich die Beteiligten in beiden Bereichen wohlfühlen und auf lange gemeinsame Spielerfahrungen zurückblicken können.

 

Georg Graewe begann seine professionelle Laufbahn im Alter von 15 Jahren in einer lokalen Rockband. 1974 gründete er seine erste eigene Formation, das Georg Graewe Quintett, das 1976 sein Schallplattendebüt bei der Free Music Production (Berlin) vorlegte. In der Folge leitete Graewe eine Reihe internationaler Ensembles – vom Trio bis zum Kammerorchester –, unter denen das GrubenKlangOrchester (1982–1993) und das Trio Graewe/Reijseger/Hemingway (seit 1989) die vielleicht prominentesten sind.

Cast

Georg Graewe, piano, composision / Frank Gratkowski, clarinets / Maria Gstättner, bassoon / Martin Siewert, guitars, electronics / Maura Knierim, harp Joanna Lewis, violin Laura Srobl, viola / Melissa Coleman, cello / Joe Williamson, double bass / Valentin Duit, drums, percussion

Website

@artacts Festival

Saturday, 7th March 2026