Vielerorts kennt man das berühmte Interview mit Yngwie Malmsteen auf youtube, als er meinte: „…and he said, you know, less is more, and I said, how can less be more? More is more!“ Es ist beim Spielen und schon gar beim (freien) Improvisieren schnell zu viel. Und daran arbeiten wir, wenn wir es ernst meinen. Viel spielen kann jeder, aber wenig? Wie ein Kollege sagte: Spiele dann, wenn sonst etwas fehlen würde! Und das ist keine Absage an die Virtuosität. Die Virtuosität äußert sich nicht nur im Schnellen und Vielen, im Raffinierten und Geistreichen, sondern darin, im richtigen Moment das Richtige zu tun – ein Geräusch, einen Ton, einen Klang, einen Sound, oder nichts? Unsere Virtuosität ist die Achtsamkeit, die Bezugnahmeund die Sorgfalt. In den Klängen und zwischen ihnen passiert ungeheuer viel, zuviel? zuwenig?
Trompeter Thomas Berghammer bewegt sich in den Genres Frei Improviserte Musik, Zeitgenössischer Jazz und World Music. Seine musikalisch umfangreichen Beschäftigungen führten ihn zu Kooperationen und Konzerte mit Mars Williams, Marco Eneidi, Joe McPhee, Roscoe Mitchell, Georg Graewe, Oskar Aichinger, Joëlle Leandre, Wolfgang Mitterer, Wolfgang Reisinger, Alexander von Schlippenbach, Peter Herbert, Frank Gratkowski, Tobias Delius, Mamadou Diabate und Ensembles wie Orchester 33 1/3 oder Greaewes Grubenklang Orchestra.
Gunter Schneider hat sich als Gitarrist im weiten Feld der Neuen Musik sowohl als Interpret als auch als Improvisator einen Namen gemacht. Als Solist spielte er mit verschiedenen Orchestern (u.a. RSO Wien, Orchester des BR und des WDR, Ensemble Modern Frankfurt, Klangforum Wien). Als Komponist hat er neben Stücken für Gitarre auch Chor-, Kammer- und Orchestermusik geschrieben. Aufführungen bei einigen der bedeutendsten Festivals für Neue Musik zeugen von seiner kreativen Schaffenskraft. Seit 2015 bauen und er und seine Frau Barbara Romen auf Einladung und im Auftrag von Musik Kultur St.Johann ein Improvisationsorchester auf – free music st johann.
Als Perkussionist und Schlagzeuger aus der Jazzszene kommend entwickelt sich Gerhard Labers musikalischer Weg in Richtung experimenteller sowie konzeptbezogener Improvisationsmusik im Bereich der Klang- und Geräuschkunst. Die unkonventionelle Handhabung seiner Instrumente und Klangkörper erweitern tradierte Klangvorstellungen und lassen so neue musikalische Hörerlebnisse entstehen. Gerhard Laber arbeitete neben seinen Solokonzerten und Klanginstallationen u.a. mit Werner Raditschnig, Franz Koglmann, Bertl Mütter, Ewald Oberleitner, Peter Angerer.
Cast
Thomas Berghammer – trumpet / Gunter Schneider – contra guitar / Gerhard Laber – percussion, electronics
Website
@artacts Festival
Saturday, 7th March 2026